Die Entwicklungen im innovativen Hörgerätemarkt

Der Hörgerätemarkt ist in einer nachhaltigen Wachstumsphase. Verschiedene Einflüsse bedingen diesen Trend: Zum einen steigt die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen – sie liegt fast doppelt so hoch wie vor hundert Jahren. Mit dem zunehmenden Alter verschlechtert sich aber häufig das Hörvermögen. Zum anderen gehören umweltbedingte Einflüsse wie Lärm, Drogen etc. wie auch genetische Faktoren zu den häufigsten Auslösern.

Mehr als zehn Prozent der Weltbevölkerung sind heute von Hörminderungen betroffen. Laut Schätzungen wächst diese Zahl bis ins Jahr 2015 bis auf 700 Millionen Menschen an. In der Schweiz betrifft dies jeden zehnten Einwohner. Jedoch sind nur 41 Prozent derer, bei denen die Indikation zum Tragen eines Hörgerätes besteht, tatsächlich versorgt. Ein Grund liegt in der immer noch mangelnden Akzeptanz der Hörgeräte und den damit verbundenen Vorurteilen. Neben den sozialen und gesellschaftlichen Aspekten, die mit einer Hörminderung einhergehen, sind auch die wirtschaftlichen Konsequenzen nicht zu unterschätzen.

Eine Studie aus Dänemark ergab bei einer Zahl von einer Million Dänen in der Altersgruppe zwischen 50 und 64 Jahren einen Produktionsverlust in der Höhe von umgerechnet 360 Millionen Euro im Jahr. Ein Ergebnis, das in anderen europäischen Ländern kaum geringer ausfallen wird.

Gerade vor dem Hintergrund der strengen Rahmenbedingungen in der Medizintechnik nimmt die Entwicklung  innovativer Produkte mit hohem Kundennutzen eine zentrale Rolle ein.